Es ist mal wieder soweit.
Die Gedanken kreisen, und die Gelegenheit wäre günstig, um endlich vom Rauchen weg zu kommen. Da ich mir sicher bin, das das Gewohnheitstier zu groß ist, um einfach „aufzuhören“, soll die E-Zigarette Abhilfe schaffen. Mal wieder.
Der letzte Versuch liegt schon eine Weile zurück. Und er war auch nicht so ganz ernsthaft durchgeführt. Doch dieses Mal, soll es besser werden.
Erneut wurde somit ein tolles Gerät angeschafft, in diesem Fall die ijust NexGen von Eleaf und ein guter Schwung Liquids.
Cooles Teil. Sofern nicht alles ausläuft, nachdem es mit Liquid gefüllt ist. Aber das war in den Griff zu bekommen.
Das Ego im Kopf ist aber schon ziemlich groß. Von daher, gestaltet sich der „Komplettumstieg“ schwierig. In der Arbeit, hab ich die E-Zig zwar dabei, benutze sie aber nicht, sondern geh normal zum Rauchen. Abends nehm ich sie dann brav wieder mit heim. Aber auch hier, wird sie nicht wirklich benutzt. (Rauch ist zu heiß beim ziehen, kratzt und ist somit nicht angenehm) (Liquid entspricht nicht wirklich dem Geschmack)
Allerdings hab ich angefangen ein wenig Recherche zu betreiben. Erfahrungsberichte, Tipps usw. zu sammeln, wie man es leichter schaffen kann.
Bei dieser Recherche hab ich noch ein weiteres Gerät gefunden, was vielversprechend klingt.
Nach einigem hin und her, wurde auch dieses Gerät gekauft. Der Smok V8 Stick. 
Und was soll ich sagen, auch hier war anfangs wieder das Problem, das dieses Ding einfach nicht dicht ist. Aber auch hier, wieder nach ein wenig Recherche, hab ich das Problem lösen können.
Und siehe da, es fühlt sich in jedem Fall an, als ob es mir mit diesem Gerät möglich sein sollte, den Umstieg zu schaffen. (Viel Rauch, nicht zu kratzig, angenehm) (auch ein schmeckendes Liquid ist gefunden)
Leider ist der Mensch ein wahnsinniges Gewohnheitstier. Und schlechte oder alte Angewohnheiten, lassen sich nicht so schnell ablegen. In der Arbeit bleibt es bisher leider das gleiche Ritual… und die E-Zig fährt halt mal spazieren.
Abends zu Hause, besonders in den Tagen wo es so kalt war, vor dem TV auf der Couch, hab ich es schon ein paar Abende geschafft, und deutlich weniger normale Zigaretten geraucht.
Weil ein Gerät ja nicht ausreicht, findet man im Netz noch andere Sachen. Auch hier wurde bestellt. In diesem Fall, auch von Smok, die G-Priv 2.
Jetzt also gleich ein Akkuträger mit ähnlichem Kopf wie beim Stick. Hier muss man allerdings wirklich mit den Einstellungen rumprobieren, bis man das richtige für den Coil, das Liquid usw. gefunden hat. Dazu sollte man aber auch regelmäßig dampfen.
Generell kann ich sagen, es ist eine reine Kopfsache. Wenn ich merke, ich habe fast keine Zigaretten mehr, kauf ich welche, weil ich denke, mir fehlt sonst was. Was ja eigentlich absurd ist. Denn auch bei der E-Zig ist Nikotin drin. Was ja wohl das einzige sein sollte, was dem Körper fehlen dürfte. Alles andere sind die Gewohnheiten.
Diese gilt es nun in den Griff zu bekommen.
Was schon ein wenig hilft, zumindest bei der Einstellung, ist, das ein guter Freund auch derzeit den Umstieg praktiziert. Allerdings ist er schon soweit, gar keine normalen Zigaretten mehr zu rauchen. Aber er zieht dafür auch ständig an dem Ding rum. Was, zumindest als Beobachter, auch ein wenig irritierend ist.
Und damit geht das Kopfkino auch schon wieder los.
(Hier ist nun ein wenig Zeit vergangen, ca. 1-2 Wochen:)
Nächster Versuch:
Keine normalen Zigaretten mehr verfügbar. Jetzt gilt es nur den Kopf auszuschalten, und das Dampfen als „eine rauchen“ zu akzeptieren.
19.03.2018
Erster Tag geschafft. Sehr ungewohnt. Merke erstmal, wie sehr das Rauchen ein Ritual geworden ist. Ist ein komisches Gefühl, wenn man keine Kippen mehr hat. Kein Feuer rumschleppt.
Habe aber auch gemerkt, ich darf nicht zu viel am Stück dampfen. Dann kommt der Schwindel. Das ist nicht schön und gut. Aber es ist machbar. Hätte ich so erstmal nicht gedacht.
Es bleibt ein Kampf gegen den eigenen Kopf, die eigenen Gewohnheiten.
20.03.2018
Zweiter Tag beginnt.
Der Kopf verbindet das Ritual mit den Zigaretten, die es aber nicht mehr gibt. Hui. Das ist schon ne Überwindung und Überlistung gegen einen selbst.
Habe aber festgestellt, der Körper fühlt sich besser am Abend. Nach der Arbeit war ich sonst, auch wenn es nicht sonderlich anstrengend war, ziemlich k.o. und fertig. Dies blieb gestern aus.
Es fühlte sich sogar relativ Energiegeladen an. Muss noch rausfinden, ob es an der Menge Espresso lag, oder ob es wirklich am nicht normalen Rauchen lag. Werde das mal austesten.
Am Espresso lags wohl nicht. Heute (Tag 3) fühlte es sich ähnlich an, nach der Arbeit. Was sich aber immer noch komisch anfühlt, teilweise ist es nicht so, als fühlt es sich an, eine geraucht zu haben. Hab mich heute ab und zu erwischt, wo mir genau das gefehlt hat. Eine Zigarette in die Hand zu nehmen, und zu rauchen.
Klingt doof, ist aber so.
Ebenso interessiert mich gerade, wieviel Geld man sich wirklich sparen kann. Denke ich muss da mal ne Liste aufstellen um das genauer festzuhalten.
Tag 4:
Kopfweh…..
27.03.2018
Eine Woche vorbei. Das Verlangen nach einer Zigarette ist immer noch da. Vor allem morgens, nach dem Essen, zum Kaffee usw…
Ich denke das wird auch nie ganz weggehen. Aber bisher bin ich standhaft geblieben.
Ich habe zwar eine Schachtel Zigaretten gekauft, sie aber bisher noch nicht angerührt.
Irgendwie hab ich auf der einen Seite Schiss davor, das es zu gut schmeckt, und man wieder in das alte Muster verfällt. Aber genauso auch, dass es nicht schmeckt und man enttäuscht ist.
Schon verrückt, oder?
Heut war ich im Laden Liquids shoppen. Der Vorteil ist, man kann sich erstmal durchprobieren und dann entscheiden. Sofern man im Netz bestellt, fehlt genau das. Falls man dann ein Liquid erwischt, was gar nicht schmeckt, hat man das Geld zum Fenster rausgeworfen.
Schlimm ist eigentlich nur, dass es eine so wahnsinnig große Auswahl gibt, das man gar nicht genau weiß, was man eigentlich probieren soll. Puhhh…
Aber ich bin trotzdem fündig geworden. Nun ja, sowas gehört also ab jetzt auch dazu.
Zusätzlich geht die Überlegung los, wie man das mit dem lieben Geld macht. Wieviel kostet das so alles im Vergleich zum rauchen? Und wieviel spart man sich? Was könnte man noch alles sparen, indem man Liquid selber mischt, und sogar noch zum Selbstwickler wird? Hach…
Irgendwie erinnert mich das schon ein wenig an ne Wissenschaft, die man studiert… (nicht das ich da Erfahrung hätte), aber es fühlt sich so an!
Ich denke auch, nach einer Woche verfüge ich noch nicht ganz so über die nötige Erfahrung… aber der Anfang ist gemacht.
Und ganz ehrlich, ich hätte niemals gedacht, dass ich, die wirklich gern rauchte, es auch nur einen Tag aushält ohne… und jetzt bin ich schon bei ner Woche!
In diesem Sinne:
Keep on vaping ! 🙂